Die Vereinsgeschichte

Die Geschichte des Gartenbauvereins Hutthurm
Gegründet 1920

Der Markt Hutthurm, eingebettet in die Ausläufer der südlichen Bayerwaldhügel, durchquert vom verspielten Flußlauf der Ilz, hat sich zu einer der bedeutendsten Gemeinden des Landkreises Passau entwickelt. Schon über tausend Jahre ist dieser Ort nachweisbar. Der „Goldene Steig“ führte die Salzsäumer auf ihrem Weg von Passau aus, durch den damals noch kleinen Flecken und bescherte dem Ort schon früh einen ansehnlichen Wohlstand. Bereits im 16. Jahrhundert hat es hier Obstanbau gegeben. Auch die heute noch bestehende Brauerei entstand Mitte dieses Jahrhunderts.

Mitte der 1920er Jahre haben sich, nach mündlichen Überlieferungen, engagierte Bürger Gedanken darüber gemacht, wie man den Ort in seiner Erscheinung noch weiter zum Blühen bringen könne, und einen „Ortsverschönerungsverein“ aus der Taufe gehoben. Aus ihm sollte später der „Verein für Gartenbau und Landespflege“ hervorgehen.

Nach dem zweiten Weltkrieg haben sich zwei Spätheimkehrer dem Hutthurmer Gartenbauverein verschrieben und ihn im Jahre 1950 offiziell gegründet. Der Landwirt Alois Wagner fungierte als Vorstand. Nach seinem Tod schlief die Vereinsaktivität mehr und mehr ein und der Gartenbau hatte für einige Jahre keine fürsprechende Organisation. Es dauerte bis zum Jahre 1969, als sich auf Initiative vom amtierenden Bürgermeister Franz Baumann und Josef Wutz wieder Interessierte formierten. Bei der Wieder-Gründungsversammlung wurden 30 Mitglieder des Obst und Gartenbauvereines gezählt.

Vier Vorstände prägten in den kommenden Jahrzehnten die Vereinsführung: Josef Wutz (von 1969 – 1977). Giuseppe Cuffari (1977 – 1985), Marin Gahbauer (1985 2002), Werner Grabl (2002 – 2010). Von 2010 leitet Matthias Denk die Vorstandschaft des Vereines der leider 2014 unerwartet verstorben ist.

Von 2014 bis 2016 übernahm Giuseppe Cuffari den Vorsitz. Am 12. März 2016 wurde die Vereinsleitung neu gewählt und seitdem leitet Karl-Heinz Schoppa als 1. Vorsitzender und Maria Swoboda als 2. Vorsitz die Vereinsleitung.

Es gibt mittlerweile viele ‚Auszeichnungen und Preise im Verein für besonders schönen Blumenschmuck, Gartengestaltung und Dorfverschönerung. Einen zweiten Platz im Wettbewerb „Der schöne Friedhof“, ausgeschrieben vom Landesverband für Gartenbau und Landespflege, Mitte der 80er Jahre.

Besondere Anerkennung verdienten sich einige Mitglieder, als sie in den Jahren 1986 bis 1990 insgesamt 42 Feldkreuze im Gemeindebereich Hutthurm mühevoll restaurierten.

Zum 50-jährigen Gründungsfest im Jahre 2000, betrug die Mitgliederzahl bereits über 170.

Im Gartenjahr 2013 erhöhte sich die Zahl auf über 230 Personen, die dem Verein angehören.

Im Jahre 2019 wurde Maria Swoboda als dritte Person im Kreisverband zum geprüften Gartenpfleger ausgebildet. Maria Swoboda steht für die fachliche Kompetenz im Verein und steht den Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite.

Eine neue, moderne und pflegeleichte Website wurde 2019 vom 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Schoppa erstellt und kann auch mit Smartphone, Tablett und Computer gut gelesen werden.

Tausende von Blüten werden im Zwei-Jahres-Rhythmus beim Binden einer ca. 2,50 m hohen Blumenkrone verarbeitet, die beim Festzug anlässlich des „Markttreiben“ auf einem Pferdebespannten Blumenwagen durch Hutthurm gezogen wird.

Das gesamte Jahresprogramm bietet u.a. immer Fachvorträge im Obst und Gemüsebau, einen Pflanzentauschmarkt, ein Kräuterbuschenbinden und einen Baumschneide- bzw. Veredelungskurs. Der Verein wird damit seinem selbstgesteckten Ziel gerecht, neben der Gartenpflege und dem Obstanbau, auch die Gestaltung und Bewahrung der Heimat zu unterstützen.